Wir alle senden ständig unbewusst Signale aus. Diese Signale werden von anderen unbewusst aufgenommen und verarbeitet. Als Sendeantennen dienen unsere Mimik, Gestik, Stimmlage und Körperhaltung.
Wenn wir uns freuen, senden wir unbewusst ein bestimmtes Signalschema aus. Wenn wir uns ärgern, wenn wir jemanden sympathisch finden, wenn wir ein hohes Selbstwertgefühl haben: Für alles gibt es bestimmte Signale. Die entsprechende Signalidentifikation ist im Unterbewusstsein unserer Mitmenschen abgelegt, dadurch können die anderen unbewusst unsere Signale erkennen, zuordnen und darauf reagieren.
Beispielsweise kommt unser Kind von der Schule nach Hause und wirkt sehr niedergeschlagen, obwohl es noch kein Ton gesagt hat. Oder wir sehen einen Menschen auf der Straße, der ausgesprochen fröhlich wirkt usw.
Auch senden wir unwillkürlich aus, wie es um unser Selbstwertgefühl und unsere Bedürfnisbefriedigung bestellt ist. Zudem hat auch die jeweilige Situation Einfluss auf unsere Ausstrahlung: Wird beispielsweise ein Angestellter zum Chef gerufen und erwartet bei dem bevorstehenden Gespräch eine Gehaltskürzung, so wird dieser Angestellte wahrscheinlich Angst ausstrahlen (er sieht seine Sicherheitsbedürfnisse bedroht). Erhält dieser Angestellte nun wider Erwarten eine Gehaltserhöhung, so wird er Freude ausstrahlen (seine Sicherheitsbedürfnisse wurden befriedigt und zudem ist noch ein kleines Wunder geschehen).
Vergessen wir nicht, dass allein unsere Ausstrahlung eine Reaktion der Ausstrahlung des Anderen auslöst (ohne das ein einziges Wort gefallen ist). Haben wir eine aggressive Ausstrahlung, so wird unser Gegenüber wahrscheinlich auch Aggression oder aber Angst ausstrahlen (je nach Situation und/oder seinem Selbstwertgefühl).
Unsere Ausstrahlung ist die Körpersprache (der Sender unserer Ausstrahlung). Zu diesem Thema sind viele Bücher geschrieben worden. Nehmen wir uns dieses Wissen aus der Literatur an und sehen die Signale nicht absolut (eine bestimmte Geste kann vielerlei Bedeutung haben und muss nicht immer das Gleiche bedeuten!), sondern im jeweiligen Zusammenhang mit der Situation, so können wir uns die Signale bewusst machen. Doch unterliegen wir nicht der Versuchung, bestimmte positive Signale bewusst zu senden, obwohl sie nicht mit unserer inneren Einstellung übereinstimmen. Die Wirkung ist meist fatal: Wir machen uns lächerlich und sind total unglaubwürdig!
Viel sinnvoller ist es dagegen, an einer positiven inneren Einstellung zu arbeiten, dann senden wir ganz unwillkürlich auch gewinnende und überzeugende Signale aus.
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